Wie fliegt man zum Mond?
Eigentlich brauchten sie nicht viel - ein Papprohr, Sperrholz und Rundhölzer reichen für den Korpus einer Rakete schon aus, so stellten sie fest. Dazu noch ein Fallschirm aus einem Müllsack sowie eine Treibladung, und die Rakete kann fliegen.
Doch bis dahin war einiges zu tun: Sie mussten die Flügel aussägen, das Rundholz zu einer Spitze raspeln und alles perfekt glatt schleifen, damit die Rakete auch gut fliegt. Der 13-jährige Jan stellte fest: "Wenn ich die Leitwerke oben spitz schleife, dann fliegt die Rakete bestimmt besser, weil es weniger Luftwiderstand hat! Jetzt kapiere ich endlich die Physik!"
Darauf die 12-jährige Lena: "Ich bin einfach neugierig, mit welchen Flügeln die Rakete am schönsten fliegt."
So waren sie alle aufgeregt und werkelten um so eifriger und sorgfältiger an ihren Raketenteilen, damit sie doch bald die Rakete fertig zusammenbauen und fliegen lassen konnten.
Natürlich bemalten sie die Raketen dabei noch bunt, damit sie beim Fliegen noch schöner aussahen.
Bald kam der Moment, auf den alle gewartet hatten: Sie konnten ihre fertigen Raketen steigen lassen. Sie setzten sie auf eine eigens gebaute Startvorrichtung, auf der man sie mit Spezialzündern starten konnte. Als alles vorbereitet war, gingen sie in sichere Entfernung, und Hannes betätigte den Zünder.
Er staunte sehr, wie schnell seine Rakete in den Himmel stieg. Wird sie bis zum Mond kommen?
Etwas später kam die Rakete mit dem Fallschirm wieder runter. Zum Mond hat es nicht ganz gereicht, aber beeindruckt waren unsere Ingenieure allemal.


